Modul MA4667 T
Modulteil: Advanced Algorithmic and Mathematical Concepts for Molecular Biology (AlgMaCoBi)
Dauer
1 Semester
Angebotsturnus
Unregelmäßig im Sommersemester
Leistungspunkte
4
Studiengang, Fachgebiet und Fachsemester:
- Master Informatik 2019, Wahlpflicht, Vertiefungsmodule, Beliebiges Fachsemester
- Master Informatik 2019, Wahlpflicht, Kanonische Vertiefung Bioinformatik und Systembiologie, Beliebiges Fachsemester
Lehrveranstaltungen:
- MA4667-Ü: Advanced Algorithmic and Mathematical Concepts for Molecular Biology (Übung, 1 SWS)
- MA4667-V: Advanced Algorithmic and Mathematical Concepts for Molecular Biology (Vorlesung, 2 SWS)
Workload:
- 20 Stunden Prüfungsvorbereitung
- 85 Stunden Selbststudium und Aufgabenbearbeitung
- 45 Stunden Präsenzstudium
Lehrinhalte:
- Reproduzierbare Forschung und Datenmanagement: Behandelt Prinzipien wie FAIR-Daten, Datenmanagementpläne, öffentliche Repositorien, Workflow-Management-Systeme, Software-Containerisierung und Konzepte des Hochleistungsrechnens (Parallelisierung, Scheduling, Job-Monitoring).
- Bioinformatische Datentypen und -technologien: Verstehen der Generierung, Formate und Analyse-und Modellierungs-relevanten Eigenschaften verschiedener biologischer Daten, einschließlich DNA-/RNA-Sequenzen, Proteinstrukturen, SNP-Genotypisierung und Expressionsarrays.
- Biologische Sequenzanalyse: Grundlagen der Darstellung biologischer Sequenzen, Anwendung von String-Matching-Algorithmen, Verständnis verschiedener Alignment und Mapping Algorithmen sowie von Ansätzen für multiples Alignment.
- Proteinstrukturanalyse: Verständnis der Darstellung molekularer Strukturen und der mathematische Ansätze zur Vorhersage und zum Vergleich von Strukturen.
- Genom- und Transkriptomassemblierung: Methoden zur Konstruktion von Genomen und Transkriptomen mithilfe von Ansätzen wie Overlap Consensus und De-Bruijn-Graphen sowie Verständnis von Genomgraphen und Pangenomen.
- Genetische Variationsanalyse: Identifizierung und Genotypisierung kurzer und langer genetischer Varianten durch Genomalignments, Messung der Sequenzkonservierung sowie Variantenannotation und Koordinatentransfer zwischen Genomen.
- Funktionelle Genomik und Epigenomik: Analyse funktioneller und epigenetischer Markierungen im Genom, Messung der Nukleosomenpositionierung und des offenen Chromatins, Durchführung von ChIP-seq-Analysen für Transkriptionsfaktoren und Histonmarkierungen sowie Segmentierung des Genoms.
- Mathematische und statistische Methoden in der Bioinformatik: Anwendung von Hidden-Markov-Modellen (HMMs) zur Genvorhersage und Genomsegmentierung sowie Nutzung statistischer Methoden zur Transkriptomanalyse, einschließlich Zählung, Signifikanztests, Normalisierung, Batch-Korrektur und Kontrolle falscher Entdeckungen.
- Fortgeschrittenes Maschinelles Lernen für biologische Daten: Erforschung moderner Techniken des Maschinellen Lernens wie Nukleotid- und Proteinsprachenmodellen, regulatorischen Sequenzmodellen, Convolutional Neural Networks (CNNs) und Transformer-Modellen.
- Fortgeschrittene OMICS-Datenanalyse und -integration: Bewältigung von Herausforderungen bei Einzelzell-(Ko-)Assays und räumlicher Transkriptomik, Umgang mit hochdimensionalen und spärlichen/fehlenden Daten sowie Anwendung von Methoden zur Kombination verschiedener OMICS-Ebenen.
Qualifikationsziele/Kompetenzen:
- Die Studierenden erlangen die Fähigkeit zur reproduzierbaren Datenanalyse und effektivem Forschungsdatenmanagement
- Die Studierenden erlangen ein Verständnis grundlegender Bioinformatik-Datentypen und ihrer Ursprungstechnologien
- Die Studierenden beherrschen rechnerische und mathematische Grundlagen zur Analyse biologischer Sequenzen und Strukturen
- Die Studierenden erwerben Kompetenzen in der Genom- und Transkriptom-Assemblierung
- Die Studierenden erlernen Methoden zur Identifikation und Analyse genetischer Varianten
- Die Studierenden erlernen Konzepte und Methoden der funktionellen Genomik und Epigenomik
- Die Studierenden lernen mathematische Modelle und statistische Ansätze in der Bioinformatik anzuwenden
- Die Studierenden erlernen die Untersuchung fortgeschrittener maschineller Lerntechniken zur Analyse biologischer Daten
- Die Studierenden erlangen ein Verständnis über die Herausforderungen in der OMICS-Datenanalyse und deren Integrationsstrategien
Vergabe von Leistungspunkten und Benotung durch:
- Mündliche Prüfung
Modulverantwortliche:
- Siehe Hauptmodul
Lehrende:
- Institut für Mathematik
- Prof. Dr. Cornelia Pokalyuk
- Prof. Dr. Inken Wohlers
- Prof. Dr. rer. nat. Martin Kircher
Literatur:
- Durbin et al. : Biological Sequence Analysis: Probabilistic Models of Proteins and Nucleic Acids 1998
- Compeau & Pevzner : Bioinformatics Algorithms: An Active Learning Approach 3rd Ed., 2018
- Holmes & Huber : Modern Statistics for Modern Biology 2019
- Altuna Akalin : Computational Genomics with R 2020
- Muhammad Nabeel Asim ,Sheraz Ahmed, Andreas Dengel : Artificial Intelligence for Molecular Biology: Volume II 2025
- Vince Buffalo : Bioinformatics Data Skills 2015
Sprache:
- Englisch
Bemerkungen:
Zulassungsvoraussetzungen zur Belegung des Moduls:- Keine, aber folgende Kenntnisse werden vorausgesetzt: Mathematische Grundlagen in Linearer Algebra und Statistik, Programmierung in Python und/oder R
Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme an Modul-Prüfung(en):
- Erfolgreiche Bearbeitung von Übungsaufgaben gemäß Vorgabe am Semesteranfang
Modulprüfung(en):
- MA4667-L1: Advanced Algorithmic and Mathematical Concepts for Molecular Biology, mündliche Prüfung, 100 % der Modulnote
(Ist gleich MA4667-KP05)
Letzte Änderungen:
01.04.2026