Modul PF4113-KP04
Pflege in der Onkologie (PfO)
Dauer
1 Semester
Angebotsturnus
Jedes Wintersemester
Leistungspunkte
4
Studiengang, Fachgebiet und Fachsemester:
- Bachelor Pflege 2025, Wahlpflicht, Pflegewissenschaft, 5. Fachsemester
Lehrveranstaltungen:
- PF4113-S: Personenzentrierte Pflege in der Onkologie (Seminar, 1 SWS)
- PF4113-V: Personenzentrierte Pflege in der Onkologie (Vorlesung, 1 SWS)
- PF4113-Ü: Spezielle Pflege onkologisch erkrankter Menschen (Übung, 1 SWS)
Workload:
- 45 Stunden Präsenzstudium
- 75 Stunden Selbststudium
Lehrinhalte:
- Assessment und Management von Bedürfnissen, Ressourcen, Problemen und Symptomen der onkologischen Erkrankung und Nebenwirkungen der Therapie (u.a. supportive Maßnahmen)
- Indikationen für sowie Abläufe und mögliche Komplikationen von Maßnahmen der onkologischen Diagnostik und Therapie, die pflegerische Mitwirkungsaufgaben bei der Vorbereitung, Durchführung und/oder Nachbeobachtung/-betreuung beinhalten (z. B. Chemotherapie und andere pharmakologische und nicht-pharmakologische Therapien in der Onkologie).
- Innovationen in der onkologischen Therapie (u.a. Präzisionsonkologie im Fokus)
- Besondere Altersgruppen in der Onkologie: Kinder und ältere, multimorbide Menschen mit einer Krebserkrankung
- Personenzentrierte Kommunikation mit Menschen mit onkologischen Erkrankungen, deren Angehörigen und im interprofessionellen Team entlang des Patientenpfades von Prävention bis zur Nachsorge (insbesondere Krebsdiagnose, palliative Versorgung)
- Berufsgruppenübergreifende (sektorenübergreifende) Zusammenarbeit und Versorgungskonzepte in der Onkologie (u.a. spezielle ambulante Palliativversorgung, Lotsenprogramme im ambulanten und stationären Bereich)
Qualifikationsziele/Kompetenzen:
- Wissensverbreitung/-vertiefung: Die Teilnehmenden können den Begriff der personenzentrierten onkologischen Versorgung erläutern und auf Situationen des pflegerischen Handelns übertragen.
- Wissensverbreitung/-vertiefung: Sie können die Informations- und Kommunikationsbedürfnisse von Personen mit onkologischen Erkrankungen beschreiben und erklären und daraus theoretisch begründet Anforderungen an eine gelingende Kommunikation ableiten.
- Wissensverbreiterung/-vertiefung: Sie kennen und verstehen die krankheits- bzw. situationsspezifischen pflegebezogenen Probleme, Ressourcen und Bedürfnisse von Menschen mit onkologischen Erkrankungen von Diagnosestellung bis zur Nachsorge (z.B. Symptome der Erkrankung, Nebenwirkungen der Therapie).
- Wissensverbreitung/-vertiefung: Sie können fallspezifisch die pflegerelevanten Bedürfnisse, Präferenzen, Ressourcen und Probleme von onkologisch erkrankten Menschen und deren familiären Bezugspersonen identifizieren, diese präzise beschreiben, geeignete Ziele für die Pflege und die multiprofessionelle Versorgung beschreiben und evidenzbasiert geeignete Pflege- und Versorgungsstrategien (u.a. supportive Maßnahmen) im interprofessionellen Team auswählen. Sie können außerdem passende Kriterien für die Evaluation des individuellen Pflege- und Versorgungsergebnisses auswählen und benennen.
- Wissensverbreiterung/-vertiefung: Sie kennen und verstehen die Indikationen für sowie die Handlungsabläufe und potenziellen Komplikationen von speziellen Pflegeinterventionen bei pflegebedürftigen Menschen dieser Personengruppe. Sie kennen und verstehen vorliegende evidenzbasierte Handlungsempfehlungen bzw. haben ein Verständnis von der Art und Güte der zugrunde liegenden Wissensbestände.
- Wissensverbreiterung/-vertiefung: Sie kennen und verstehen die Indikationen für und die Abläufe und möglichen Komplikationen von speziellen Maßnahmen der onkologischen Diagnostik und Therapie, die pflegerische Mitwirkungsaufgaben bei der Vorbereitung, Durchführung und/oder Nachbeobachtung/-betreuung beinhalten (z. B. Vorbereitung, Durchführung und Nachsorge bei der Chemo- und anderen onkologischen Therapien).
- Wissensverbreiterung: Sie kennen und verstehen die Besonderheiten neuer Therapiekonzepte und innovativer Ansätze in der Onkologie (z.B. Präzisionsonkologie).
- Wissensvertiefung: Sie kennen und verstehen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Therapiekonzepten von Menschen mit einer onkologischen Erkrankung in unterschiedlichen Altersspannen (z.B. Kinder, ältere Personen).
- Instrumentale, kommunikative und systemische Kompetenzen: Die Teilnehmenden können das oben beschriebene Wissen auf selbst erlebte oder hypothetische Patienten- oder Versorgungssituationen in der Onkologie übertragen und diese kritisch mit den Anforderungen an eine personenzentrierte Versorgung vergleichen. Sie können daraus Schlüsse für das eigene professionelle Handeln ziehen.
- Instrumentale, kommunikative und systemische Kompetenzen: Die Teilnehmenden sind in der Lage, in typischen herausfordernden Kommunikationssituationen mit onkologisch erkrankten Menschen und/oder deren familiären Bezugspersonen sicher geeignete Kommunikationsstrategien anzuwenden.
- Instrumentale, kommunikative und systemische Kompetenzen: Sie können in der Versorgung onkologisch erkrankter Menschen die Perspektiven anderer an der Versorgung Beteiligter einbeziehen. Insbesondere sind sie imstande, Angehörige in die Gestaltung der personenzentrierten Versorgung einzubeziehen.
- Wissensverbreitung/-vertiefung: Sie sind sensibilisiert für die sektorenübergreifende und die interprofessionelle Zusammenarbeit und können in dieser Zusammenarbeit die eigenen fachlichen Einschätzungen mündlich und schriftlich adressatengerecht einbringen und bedarfsgerecht konstruktiv mit anderen beteiligten Berufsgruppen und Institutionen zusammenarbeiten.
- Instrumentale, kommunikative und systemische Kompetenzen: Die Teilnehmenden begründen das eigene Handeln auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse, insbesondere auf der Basis von Leitlinienempfehlungen, Entwicklungen neuer Technologien und institutioneller Rahmenbedingungen, und integrieren in ihre Begründungen die Bedürfnisse, Präferenzen, Ressourcen und Probleme der onkologisch erkrankten Personen und deren familiären Bezugspersonen.
- Instrumentale, kommunikative und systemische Kompetenzen: Sie reflektieren kritisch die Potenziale und Grenzen des Pflegeberufs und des eigenen pflegeberuflichen Handelns in der onkologischen Versorgung und erkennen Bedarfe für die Weiterentwicklung der Rollen, Aufgaben und Kompetenzen des Pflegeberufes, um eine personenzentrierte Versorgung zu gewährleisten.
Vergabe von Leistungspunkten und Benotung durch:
- Referat
Modulverantwortliche:
- Prof. Dr. phil. Anne Rahn
Lehrende:
- Klinik für Hämatologie und Onkologie
- Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie - Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege
- Prof. Dr. phil. Anne Rahn
- Dr. Patrick Ristau
- MitarbeiterInnen des Instituts
- Prof. Dr. med. Nikolaus Bubnoff
Literatur:
- siehe aktueller Modulplan im Moodle-Kurs :
Sprache:
- Sowohl Deutsch- wie Englischkenntnisse nötig
Bemerkungen:
Zulassungsvoraussetzungen zur Belegung des Moduls:- keine
Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme an Modul-Prüfung(en):
- Erfolgreiche Teilnahme an Präsenzübung gemäß Vorgaben der Lehrverantwortlichen am Semesteranfang (s. Moodle-Kurs zum Modul)
Modulprüfung(en):
- PF4113-L1: Pflege in der Onkologie, Referat (B), 30 min, 100% der Modulnote, unbenotet
Das Referat (20 min + 10 min Diskussion) ist Teil der erforderlichen aktiven Teilnahme am Seminar und damit voraussetzende Studienleistung. Die Prüfungsleistung gilt als erbracht, wenn sie mindestens mit ausreichend bewertet wurde.
Die genauen Anforderungen an das Referat werden von der/dem modulverantwortlichen Lehrenden zu Beginn des Moduls bekannt gegeben.
(Anteil Klinik für Hämatologie und Onkologie an V ist 100 %)
(Anteil Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie - Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege an S ist 100 %)
(Anteil Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie - Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege an Ü ist 100 %)
Letzte Änderungen:
23.06.2025