Modul PF3802-KP04

Erweiterte pflegerische Heilkunde – Theorie (EpfHkT)


Dauer

1 Semester

Angebotsturnus

Jedes Wintersemester

Leistungspunkte

4

Studiengang, Fachgebiet und Fachsemester:

  • Bachelor Pflege 2025, Pflicht, Sozialwissenschaftliche Grundlagen, 7. Fachsemester

Lehrveranstaltungen:

  • PF3803-Ü: Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz (Übung, 1 SWS)
  • PF3802-S: Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit diabetischen Stoffwechsellagen und chronischen Wunden (Seminar, 1 SWS)
  • PF3802-Ü: Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit diabetischen Stoffwechsellagen und chronischen Wunden (Übung, 1 SWS)
  • PF3803-S: Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz (Seminar, 1 SWS)

Workload:

  • 29 Stunden Selbststudium
  • 31 Stunden Integrierte Praxisstunden
  • 60 Stunden Präsenzstudium

Lehrinhalte:

  • Evidenzbasierte Schulungs- und Beratungsangebote und innovative interprofessionelle Versorgungsmodelle zur Förderung der Selbstpflege für Menschen mit diabetischen Stoffwechsellagen (v.a. Diabetes mellitus Typ 1 und (drohendem) Typ 2, Gestationsdiabetes)
  • Spezielle Krankheitslehre, v.a. Früherkennung, Differenzialdiagnostik, Therapie- und Pflegemaßnahmen, bei Sonderformen von Diabetes mellitus (z. B. iatrogen induziert oder im Kontext von Pankreas-Erkrankungen)
  • Interprofessionelle Therapie- und Pflegeplanung bei Menschen mit unterschiedlich komplexen Versorgungsbedarfen aufgrund von diabetischen Stoffwechsellagen (mit und ohne Folgekomplikationen, v.a. chronischen Wunden, sowie unterschiedlichen weiteren somatischen und kognitiv-psychischen Komorbiditäten)
  • Evidenzbasierte Strategien für die interprofessionelle personenzentrierte Unterstützung und Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Bezugspersonen abhängig von Krankheitsverlauf und -symptome insbesondere auch für die Prävention und Minimierung von krankheitsbedingten Verhaltenssymptomen wie Unruhe und Agitiertheit, Weglauftendenz, Störung des circadianen Rhythmus, Rückzug und Apathie; Förderung der Autonomie und sinnstiftender Lebensgestaltung
  • Personenzentrierte Kommunikation und Gestaltung von Beziehungen mit Menschen mit Demenz
  • Beratungs- und Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz (frühe Krankheitsstadien) und deren Bezugspersonen
  • Ethische Entscheidungsfindung in interprofessioneller Zusammenarbeit bei moralisch herausfordernden Pflege- und Behandlungssituationen in der Versorgung von Menschen mit Demenz (z. B. Ablehnung der Nahrungsaufnahme)
  • Medizinische, medizintechnische und pflegerische Untersuchungsmethoden zum Monitoring von Krankheitsverlauf und Folgekomplikationen bei Menschen mit diabetischen Stoffwechsellagen (v.a. Diabetes mellitus Typ 1 und (drohendem) Typ 2, Gestationsdiabetes) und chronischen Wunden (v.a. diabetisches Fußsyndrom, Ulcus cruris unterschiedlicher Genese, sekundär heilende Wunden)
  • Interprofessionelle Kommunikationsprozesse (Übergabe von klinischen Einschätzungen, Empfehlungen, Fragen), professionsspezifische und professionsübergreifende Terminologien

Qualifikationsziele/Kompetenzen:

  • Wissensverbreiterung/-vertiefung: Die Studierenden können evidenzbasierte Schulungs- und Beratungsangebote und innovative interprofessionelle Versorgungsmodelle zur Förderung der Selbstpflege für Menschen mit diabetischen Stoffwechsellagen (v.a. Diabetes mellitus Typ 1 und (drohendem) Typ 2, Gestationsdiabetes) hinsichtlich der Ziele, Zielgruppen, empirisch und theoretisch basierten Wirkmechanismen und Durchführungsanforderungen beschreiben.
  • Wissensverbreiterung/-vertiefung: Die Studierenden können seltenere Sonderformen diabetischer Stoffwechsellagen hinsichtlich ihrer Häufigkeit, Ätiologie, Früherkennungskriterien, Differenzialdiagnostik, Therapie, Pflege und Prognose erläutern.
  • Wissensverständnis, Nutzung und Transfer: Die Studierenden können selbstständig und eigenverantwortlich individuelle Versorgungsbedarfe von Menschen mit ärztlich bestätigten diabetischen Stoffwechsellagen unterschiedlicher Genese sowie mit Folgekomplikationen, v.a. chronischen oder schwer heilenden Wunden, und weiteren somatischen und kognitiv-psychischen Komorbiditäten erkennen und evidenzbasiert im Rahmen bestehender Behandlungspfade Anpassungen der therapeutischen und pflegerischen Maßnahmen initiieren. Sie erkennen hierbei insbesondere Bedarfe für die Information, Beratung und Schulung der Betroffenen und deren Bezugspersonen und können geeignete Ziele, Angebote und Evaluationskriterien für die Information, Beratung und Schulung planen.
  • Wissensverbreiterung/-vertiefung: Die Studierenden können theoretisch und empirisch basierte Strategien für die personenzentrierte Unterstützung und Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Bezugspersonen erläutern, insbesondere im Hinblick auf spezifische Indikationen und beeinflussbare Ziele abhängig von der aktuellen Symptombelastung je nach Krankheitsverlauf, Krankheitsform und sozialem Unterstützungssystem.
  • Wissensverständnis, Nutzung und Transfer: Die Studierenden können selbstständig und eigenverantwortlich individuelle Versorgungsbedarfe von Menschen mit ärztlich bestätigten diabetischen Stoffwechsellagen unterschiedlicher Genese sowie mit Folgekomplikationen, v.a. chronischen oder schwer heilenden Wunden, und weiteren somatischen und kognitiv-psychischen Komorbiditäten erkennen und evidenzbasiert im Rahmen bestehender Behandlungspfade Anpassungen der diagnostischen, therapeutischen und pflegerischen Maßnahmen initiieren. Sie erkennen hierbei insbesondere Bedarfe für die Information, Beratung und Schulung der Betroffenen und deren Bezugspersonen und können geeignete Ziele, Angebote und Evaluationskriterien für die Information, Beratung und Schulung planen.
  • Wissensverständnis, Nutzung und Transfer: Die Studierenden können selbstständig und eigenverantwortlich individuelle Versorgungsbedarfe von Menschen mit ärztlich bestätigter demenzieller Erkrankung und unterschiedlicher somatischer Komorbidität (v. a. chronischen Wunden) sowie deren Bezugspersonen erkennen und evidenzbasiert im Rahmen bestehender Behandlungspfade Anpassungen der therapeutischen und pflegerischen Maßnahmen unter Berücksichtigung der Prinzipien personenzentrierter Unterstützung und Begleitung (z. B. Anerkennung der Person, Förderung der Autonomie und Sinnstiftung) initiieren. Sie erkennen hierbei Informations-, Beratungs-, Anleitungs- und Schulungsbedarfe der Betroffenen und deren Bezugspersonen und können geeignete Ziele, Angebote und Evaluationskriterien für die Information, Beratung und Schulung planen.
  • Kommunikation und Koordination: Die Studierenden sind zur Anwendung der Prinzipien der evidenzbasierten Patienteninformation und gemeinsamen Entscheidungsfindung in der Lage, auch in Situationen mit herausfordernden Kommunikationsbedingungen (z. B. bei Menschen mit Demenz).
  • Kommunikation und Koordination: Die Studierenden können die Prinzipien der personenzentrierten Kommunikation und Beziehungsgestaltung situationsgerecht in der Kommunikation mit Menschen mit Demenz und deren Bezugspersonen einsetzen.
  • Kommunikation und Koordination: Die Studierenden können sach- und bedarfsgerecht weitere Berufsgruppen, v.a. ärztliche und therapeutische Berufe, in die Versorgung einbinden und eigene klinische Einschätzungen und therapeutische Empfehlungen/Fragen strukturiert an diese vermitteln.
  • Kommunikation und Koordination: Die Studierenden sind für Gemeinsamkeiten und Unterschiede in professions- und disziplinspezifischen Terminologien und dadurch entstehende Fehlerrisken in der interprofessionellen Kommunikation und Dokumentation sensibilisiert. Sie können professions- und disziplinübergreifend verständliche Terminologien/Formulierungen verwenden.
  • Wissensverständnis, wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionsverständnis: Die Studierenden erkennen und reflektieren Unsicherheiten in klinischen Entscheidungssituationen, z. B. aufgrund fehlender oder schwacher evidenzbasierter Empfehlungen, komplexer oder uneindeutiger Symptome und Bedürfnisse der Betroffenen oder fehlender persönlicher klinischer Erfahrungen, und benennen begründet geeignete Strategien zum Entscheiden unter Unsicherheit und zur Weiterentwicklung/Aufrechterhaltung eigener Kompetenzen.
  • Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionsverständnis: Die Studierenden sind in der Lage, Bedarfe für die Weiterentwicklung der Qualität der interprofessionellen Versorgung von Menschen mit diabetischer Stoffwechsellage, chronischen oder schwer heilenden Wunden oder Demenz zu identifizieren und können an der Entwicklung und Implementierung von wissenschaftsbasierten oder -orientierten Instrumenten der Qualitätssicherung und -entwicklung (z. B. S3-Leitlinien, Behandlungspfaden) mitwirken.

Vergabe von Leistungspunkten und Benotung durch:

  • Mündliche staatliche Prüfung
  • Mündliche Prüfung

Modulverantwortliche:

  • Prof. Dr. N. N.

Lehrende:

Literatur:

  • siehe aktueller Modulplan im Moodle-Kurs :

Sprache:

  • Wird nur auf Deutsch angeboten

Bemerkungen:

Zulassungsvoraussetzungen zur Belegung des Moduls:
- PF2455-KP05 Pflege und evidenzbasierte Heilkunde

Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme an Modul-Prüfung(en):
- Erfolgreiche Teilnahme an Präsenzübungen gemäß Vorgaben der Lehrverantwortlichen zu Semesterbeginn (Details s. Moodle-Kurs zum Modul)

Modulprüfung(en):
- GW3802-KP04: Erweiterte pflegerische Heilkunde – Theorie, mdl. Prüfung, 30 min, 100% der Modulnote, mündlicher Teil der staatlichen Prüfung gemäß § 35 Absatz 2 Satz 2 Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV), benotet (Gegenstand der Prüfung ist ein anderes oder eine andere Kombination der drei Indikationsgebiete diabetische Stoffwechsellage, chronische Wunden oder Demenz als in der Prüfung im Modul PF3803-KP04 Erweiterte pflegerische Heilkunde – Praxis.)

(Anteil Klinik für Chirurgie an S Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit diabetischen Stoffwechsellagen und chronischen Wunden ist 33%)
(Anteil Medizinische Klinik I an S Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit diabetischen Stoffwechsellagen und chronischen Wunden ist 33%))
(Anteil Sektion für Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie an S Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit diabetischen Stoffwechsellagen und chronischen Wunden ist 33%)
(Anteil Klinik für Chirurgie an Ü Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit diabetischen Stoffwechsellagen und chronischen Wunden ist 33%)
(Anteil Medizinische Klinik I an Ü Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit diabetischen Stoffwechsellagen und chronischen Wunden ist 33%))
(Anteil Sektion für Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie an Ü Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit diabetischen Stoffwechsellagen und chronischen Wunden ist 33%)
(Anteil Klinik für Neurologie an S Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz ist 50%)
(Anteil Sozialmedizin und Epidemiologie - Pflege-Sektion an S Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz ist 50%)
(Anteil Klinik für Neurologie an Ü Interprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz ist 100%)

Letzte Änderungen:

23.06.2025