Modul PF2152-KP06

Pflegerische Diagnostik und Interventionen in speziellen Versorgungssituationen 2 (PfDiIntV2)


Dauer

1 Semester

Angebotsturnus

Jedes Wintersemester

Leistungspunkte

6

Studiengang, Fachgebiet und Fachsemester:

  • Bachelor Pflege 2025, Pflicht, Evidenzbasierte Pflegepraxis, 3. Fachsemester

Lehrveranstaltungen:

  • PF2512-V: Pflegerische Diagnostik und Interventionen in chirurgischer Versorgung 1 (Vorlesung, 2 SWS)
  • PF2512-Ü: Evidenzbasierte Pflege bei häufigen Gesundheitsproblemen 2 (Übung, 1 SWS)

Workload:

  • 45 Stunden Präsenzstudium
  • 125 Stunden Integrierte Praxisstunden
  • 10 Stunden Selbststudium

Lehrinhalte:

  • Pflegerische Diagnostik (Beobachtungskriterien und -methoden, Assessmentinstrumente, Fachtermini aus pflegerischen und multiprofessionellen Klassifikationssystemen, z.B. NANDA und ICF) bei pflegebedürftigen Menschen unterschiedlicher Altersstufen mit Erkrankungen und gesundheitlichem Versorgungsbedarf häufig vorkommender chirurgischer Krankheitsbilder aus den medizinischen Fachgebieten Allgemeine und Viszeralchirurgie, Orthopädie und Traumatologie
  • Spezielle Pflegeinterventionen bei pflegebedürftigen Menschen unterschiedlicher Altersstufen inkl. vorliegender evidenzbasierter Handlungsempfehlungen mit o.g. Erkrankungen, insbesondere im Hinblick auf die perioperative Versorgung und die mittel- und langfristige Überwachung und Selbstpflegeförderung (z. B. präoperative Anleitung und Schulung, spezielle Pflegeinterventionen für Minimierung postoperativer Symptome (z. B. Nausea, Emesis, Shivering, Schmerzen, Delir, Überwachung von/Umgang mit Drainagen, Thrombose)
  • Konzepte und Prinzipien der Rehabilitation in den oben genannten medizinischen Fachbereichen, Anforderungen an das pflegerische Handeln im Rehabilitationskontext bei o.g. Krankheitsbildern (v.a. Anschlussheilbehandlung, alterstraumatologische Rehabilitation)
  • Evidenzbasiertes Entlassungsmanagement, inkl. Evaluation des poststationären Unterstützungsbedarfs und Verordnung relevanter Hilfsmittel und Medizinprodukte
  • Indikationen für sowie Abläufe und mögliche Komplikationen von speziellen Maßnahmen der medizinischen Diagnostik und Therapie, die pflegerische Mitwirkungsaufgaben bzw. heilkundliche Aufgaben bei der Vorbereitung, Durchführung und/oder Nachbeobachtung/-betreuung beinhalten (z. B. Blutabnahme, enterale und parenterale Ernährung(-stherapie)), Infusionstherapie über unterschiedliche venöse Zugänge, Legen peripherer venöser Zugänge

Qualifikationsziele/Kompetenzen:

  • Wissensverbreiterung/-vertiefung: Die Studierenden können auf der Basis aktueller pflege- und bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse spezielle Pflegeinterventionen für die prä- und postoperative Überwachung und Unterstützung von Patientinnen und Patienten hinsichtlich ihrer Indikationen, Wirkmechanismen und zu erwartenden patientenrelevanten Effekte und potenziellen adversen Effekte beschreiben.
  • Wissensverbreiterung/-vertiefung: Die Studierenden können evidenzbasierte Kriterien und Instrumente für die Einschätzung des poststationären Versorgungsbedarfs, inkl. Medizinprodukten und Hilfsmitteln, nennen und notwendige Prozesse und einzubindende Akteure (inkl. der Betroffenen und ihrer persönlichen Bezugspersonen) für das frühzeitige Entlassungsmanagement, inkl. der pflegerischen Verordnung von Medizinprodukten und Hilfsmitteln, beschreiben.
  • Nutzung und Transfer: Die Studierenden können fach- und situationsgerecht Kriterien und Instrumente für die Einschätzung des pflegerischen Unterstützungsbedarfs bei Menschen mit einem der häufig vorkommenden chirurgischen Krankheitsbilder aus o.g. medizinischen Fachgebieten (s. Lehrinhalte) auswählen und anwenden und die Assessmentergebnisse angemessen interpretieren.
  • Nutzung und Transfer: Die Studierenden können fach- und situationsgerecht evidenzbasierte pflegerische Interventionen bei Menschen mit einem der häufig vorkommenden chirurgischen Krankheitsbilder aus o.g. medizinischen Fachgebieten (s. Lehrinhalte) planen, diese in Pflegesituationen mit mäßiger bis hoher Komplexität sicher durchführen und die Sicherheit und Effektivität der Durchführung evaluieren. Dis gilt insbesondere der Prävention und Minimierung häufiger postoperativer Symptome und Risiken wie z. B. Nausea, Emesis, Shivering, Schmerzen, Delir, Überwachung von/Umgang mit Drainagen, Thrombose).
  • Nutzung und Transfer: Die Studierenden können unter Supervision und auf der Basis ärztlicher Anordnung folgende speziellen heilkundlichen Aufgaben im Kontext der medizinischen Diagnostik und Therapie mit initialer Sicherheit durchführen und sind für mögliche Komplikationen oder unerwünschte Ereignisse sensibilisiert: Blutabnahme, Legen peripherer Venenverweilkanülen (pVK), Vorbereitung/Applikation/Nachbereitung von Infusionen und enteraler und parenteraler Ernährung(-stherapie) über verschiede Arten intravenöser Zugänge (pVK, Port, ZVK).
  • Kommunikation und Kooperation: Die Studierenden können kriterienbasiert und gemeinsam mit den Betroffenen und deren Bezugspersonen den poststationären Versorgungsbedarf von Menschen mit mäßig bis hochkomplexen Bedarfslagen einschätzen und einen Maßnahmenplan entwickeln. Sie können hierbei alle relevanten einzubindenden Akteure identifizieren.
  • Kommunikation und Kooperation: Die Studierenden können Verordnungen für pflegerelevante Hilfsmittel und Medizinprodukte formulieren und deren Umsetzung in Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren (Kostenträger, Sanitätshäuser etc.) initiieren.
  • Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität: Die Studierenden können situationsspezifisch den Bedarf für erweiterte eigenständige heilkundliche Aufgaben im Rahmen des Pflegeprozesses erkennen und diese gegenüber reinen Mitwirkungsaufgaben im Rahmen der Diagnostik und Therapie abgrenzen.

Vergabe von Leistungspunkten und Benotung durch:

  • Praktische Arbeiten mit Bericht

Modulverantwortliche:

Lehrende:

Literatur:

  • siehe aktueller Modulplan im Moodle-Kurs :

Sprache:

  • Sowohl Deutsch- wie Englischkenntnisse nötig

Bemerkungen:

Zulassungsvoraussetzungen zur Belegung des Moduls:
- keine

Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme an Modul-Prüfung(en):
- Erfolgreiche Teilnahme an Präsenzübungen (OSCE) sowie an einer Praxisbegleitung

Modulprüfung:
- PF2152-L1: Pflegerische Diagnostik und Interventionen in speziellen Versorgungssituationen 2, Praktische Arbeiten mit Bericht (Details s. Anforderungen an den Bericht im Moodle-Kurs zum Modul)

(Anteil Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie - Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege an V ist 100%)
(Anteil Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie - Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege an Ü ist 100%)

Letzte Änderungen:

23.06.2025