Modul PF1651-KP12
Einführung Pflegepraxis 2 (EinpfPr2)
Dauer
1 Semester
Angebotsturnus
Jedes Sommersemester
Leistungspunkte
12
Studiengang, Fachgebiet und Fachsemester:
- Bachelor Pflege 2025, Pflicht, Evidenzbasierte Pflegepraxis, 2. Fachsemester
Lehrveranstaltungen:
- PF1651-V: Medizintechnik für Pflegeberufe (Vorlesung, 1 SWS)
- PF1651-Ü: Einführung in die Berufspraxis 2 (Übung, 1 SWS)
- PF1652-V: Professionelle Identität (Vorlesung, 1 SWS)
Workload:
- 45 Stunden Präsenzstudium
- 290 Stunden Integrierte Praxisstunden
- 25 Stunden Selbststudium
Lehrinhalte:
- Medizinprodukte: Definitionen, Risikoklassen, aktuelle Regelungen des Medizinprodukterechts für das Inverkehrbringen und den Gebrauch (z. B. Arbeitsschutz)
- Aufbau und Funktionsmechanismen verbreiteter Medizinprodukte für Pflege sowie medizinische Diagnostik und Therapie: Geräte zur Überwachung von Vitalzeichen (inkl. Atmung), Röntgen, Ultraschall, Sauerstoffgabe
- Umsetzung des Pflegeprozesses in der Versorgungspraxis, insbesondere in der Unterstützung von Menschen mit Pflegebedarf in den Lebensbereichen Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte sowie Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen (Medikation, Injektionen, Versorgung intravenöser Zugänge, Absaugen und Sauerstoffgabe, Einreibungen sowie Kälte- und Wärmeanwendungen, Messung und Deutung von Körperzuständen, körpernahe Hilfsmittel, Verbandwechsel und Wundversorgung bei primär heilenden Wunden, Einmalkatheterisierung und Pflege bei liegendem Blasenverweilkatheter, Abführmaßnahmen)
- Interprofessionelle Zusammenarbeit: Definition, Ziele, Rollen und Aufgaben der verschiedenen Berufe, Anforderungen an die intra- und interprofessionelle Kommunikation, Definition des Arbeitens im Team und Anforderungen an die Teamarbeit, Schemata für die Strukturierung und Gestaltung von Übergabe-Situationen
- Förderliche und hinderliche Rahmenbedingungen für das Lernen am Lernort Praxis im Rahmen des Studiums, Strategien für die Problemlösung bei auftretenden Konflikten oder hinderlichen Faktoren in der Lernumgebung
- Formulierung eigener kompetenzorientierter Lernziele für das praxisgebundene Lernen im Studiumsverlauf
- Methoden für die selbstständige Überwachung und Reflexion des praxisgebundenen Lernens
Qualifikationsziele/Kompetenzen:
- Wissensverbreiterung: Die Studierenden können die Wirkprinzipien bzw. Funktionsmechanismen häufiger in der Pflege und Gesundheitsversorgung verwendeter Medizinprodukte erläutern.
- Wissensvertiefung: Die Studierenden können Anforderungen an die patientenindividuelle Planung, Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung und Evaluation des Pflegeprozesses bei Personen mit mäßigem pflegerischen Unterstützungsbedarf in den Lebensbereichen Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte sowie Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen (s. Lehrinhalte) auf der Basis evidenzbasierter Wissensgrundlagen und rechtlicher Normen erläutern. Sie beziehen hierbei krankheits- oder therapiespezifische Erfordernisse ein.
- Wissensverständnis: Die Studierenden können beobachtete Praktiken in den verschiedenen Stufen des Pflegeprozesses (Assessment, Pflegediagnosen, Pflegeziele, Planung, Durchführung und Nachbereitung von Pflegeinterventionen, Evaluation) vor dem Hintergrund erworbenen Wissens zur evidenzbasierten Pflege kritisch reflektieren. Sie beziehen hierbei patientenindividuelle Faktoren (Bedürfnisse, Wünsche, Gewohnheiten), klinische Erfahrungen von Kolleginnen/Kollegen und die Rahmenbedingungen ein.
- Wissensverbreiterung/-vertiefung/-verständnis: Die Studierenden können Ziele und Domänen interprofessioneller Zusammenarbeit sowie den Begriff Teamarbeit auf der Basis etablierter Modelle erläutern und diese Inhalte in Bezug setzen zu den Strukturen und Prozessen der inter- und intraprofessionellen Zusammenarbeit in verschiedenen pflegerischen Versorgungssettings. Hierbei können sie Situationen und Bedingungsfaktoren gelingender und weniger gelingender Zusammen-/Teamarbeit identifizieren und hinsichtlich möglicher Lösungsansätze analysieren.
- Nutzung und Transfer; Kommunikation und Kooperation: Die Studierenden können für Personen mit mäßig komplexem Unterstützungsbedarf in den o.g. Lebensbereichen (s. Lehrinhalte) eine individuell angemessene, evidenzbasierte pflegerische Versorgung planen, durchführen und evaluieren, basierend auf einem umfassenden pflegerischen Assessment und Ableitung/Priorisierung geeigneter Pflegediagnosen.
- Nutzung und Transfer; Kommunikation und Kooperation: Die Studierenden können die Ergebnisse ihrer Einschätzungen und Entscheidungen im Rahmen der Umsetzung des Pflegeprozessen gegenstandsangemessen dokumentieren und Kolleginnen und Kollegen zeit- und sachgerecht informieren.
- Kommunikation und Kooperation: Die Studierenden können den pflegeberuflichen Verantwortungs- und Aufgabenbereich gegenüber den Verantwortungs- und Aufgabenbereichen anderer Mitglieder des Pflege- und multiprofessionellen Versorgungsteams abgrenzen und situationsgerecht den Bedarf für die Einbindung von anderen Mitgliedern des Pflegeteams und anderen Berufsgruppen identifizieren. Sie nehmen selbstinitiiert Kontakt mit den entsprechenden Akteuren auf.
- Kommunikation und Kooperation: Die Studierenden können intra- und interprofessionelle Übergabesituationen strukturiert gestalten.
- Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität: Die Studierenden können ihre eigenen Entscheidungen in der Umsetzung des Pflegeprozesses fachlich begründet unter Anwendung der Prinzipien evidenzbasierter Pflege begründen. Sie können daraus Anforderungen an die eigene Kompetenzentwicklung für eine Tätigkeit als Bachelor-qualifizierte Pflegefachperson ableiten.
- Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität: Die Studierenden können die Grenzen ihrer Entscheidungs- und Handlungsverantwortung in der Versorgungspraxis erkennen und respektieren.
- Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität: Die Studierenden können ihre eigenen aktuellen Kompetenzen in Bezug auf die Lernziele dieses Moduls kritisch reflektieren und Strategien für die Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen ableiten.
Vergabe von Leistungspunkten und Benotung durch:
- Praktische Arbeiten mit Bericht
Modulverantwortliche:
Lehrende:
- Institut für Medizintechnik
- Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie - Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege
- Prof. Dr. Katrin Balzer
- Dr. rer. hum. biol. Christine Herr
- Katrin Schütz, MScPH
- Magdalena Scheytt, MScPH
- Melanie Kruschinski, B.Sc.
- MitarbeiterInnen des Instituts
Sprache:
- Wird nur auf Deutsch angeboten
Bemerkungen:
Zulassungsvoraussetzungen zur Belegung des Moduls:- Keine
Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme an Modul-Prüfung(en):
- Erfolgreiche Bearbeitung eines Testats sowie erfolgreiche Teilnahme an einer Praxisbegleitung
Modulprüfung(en):
- PF1651-L1: Einführung Pflegepraxis 2, Praktische Arbeiten mit Bericht (Details s. Anforderungen an den Bericht im Moodle-Kurs zum Modul)
(Anteil Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie - Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege an Ü ist 100%)
(Anteil Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie - Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege an V ist 50%)
(Anteil Institut für Medizintechnik an V ist 50%)
Letzte Änderungen:
19.06.2025