Prof. Dr. Stefan Borgwardt
Psychiatrie und Psychotherapie
Kurzprofil
Stefan Borgwardt ist Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität zu Lübeck und leitet die Forschungsgruppe Translational Psychiatry. In seiner Forschung verbindet er klinische Psychiatrie mit neurowissenschaftlichen Ansätzen, um besser zu verstehen, wie psychische Erkrankungen entstehen und früh erkannt werden können. Ein besonderer Fokus liegt auf modernen Bildgebungsverfahren des Gehirns sowie auf den neurobiologischen Mechanismen neuer Behandlungsansätze. Zuvor war er unter anderem Professor für Neuropsychiatrie an der Universität Basel und Visiting Professor am King’s College London.
Arbeitsschwerpunkte
- Früherkennung psychischer Störungen: Forschung zu Risikofaktoren und früher Phasen psychischer Erkrankungen
- Hirnbildgebung in der Psychiatrie: Einsatz moderner Bildgebungsverfahren wie Neuroimaging, um Struktur und Funktion des Gehirns bei psychischen Erkrankungen zu untersuchen
- Translationale Psychiatrie: Verbindung von Grundlagenforschung, klinischer Forschung und Versorgung, um neue Erkenntnisse schneller in die Behandlung zu übertragen
- Innovative Behandlungsansätze: Erforschung neuer Therapien, etwa medikamentöse Ansätze wie Gehirn-Darm-basierte Verfahren und psychedelisch unterstützte Therapien
- Neurobiologische Mechanismen psychischer Erkrankungen: Untersuchung genetischer und kognitiver Prozesse im Gehirn, die psychischen Erkrankungen zugrunde liegen
Medienformate
- TV-Interviews
- Radio/Podcast
- Print/Online-Interviews
- Hintergrundgespräche
Anwendungs- und Gesellschaftsbezug
Psychische Erkrankungen zählen zu den häufigsten und belastendsten Gesundheitsproblemen und betreffen viele Menschen im Laufe ihres Lebens. Eine frühzeitige Erkennung und individuell abgestimmte Behandlung sind entscheidend, um Symptome abzumildern und schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Dafür verbindet die translationale psychiatrische Forschung neurowissenschaftliche Grundlagenforschung mit der klinischen Praxis, um neue Erkenntnisse schneller in die Versorgung zu bringen und Diagnostik, Behandlung und Betreuung spürbar zu verbessern.