Prof. Dr. Karl-Ludwig Bruchhage
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Phoniatrie und Pädaudiologie
Kurzprofil
Karl-Ludwig Bruchhage ist Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Phoniatrie und Pädaudiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Erkrankungen der Nase und der Nasennebenhöhlen, des Ohres sowie mit Kopf-Hals-Tumoren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Tumorerkrankungen, einschließlich der Wiederherstellung von Gewebe und Funktionen nach Krebsoperationen mithilfe mikrochirurgischer Rekonstruktionsverfahren. Darüber hinaus ist er auf die Versorgung schwerhöriger und gehörloser Kinder und Erwachsener spezialisiert und entwickelt moderne chirurgische Verfahren für Hörimplantate sowie die Behandlung angeborener Fehlbildungen des Ohres.
Arbeitsschwerpunkte
- Experimentelle Rhinologie und Onkologie: Erforschung der biologischen Grundlagen von Erkrankungen der Nase und der Nasennebenhöhlen sowie von Kopf-Hals-Tumoren, um neue Diagnose- und Behandlungsverfahren zu entwickeln
- Otologie und Implantologie: Diagnose und Behandlung von Ohrerkrankungen sowie Entwicklung und Anwendung moderner Hörimplantate, insbesondere Cochlea-Implantate, zur Versorgung schwerhöriger und gehörloser Menschen
- Multimodale Therapie von Kopf-Hals-Tumoren: Kombination verschiedener Behandlungsverfahren wie Operation, Strahlentherapie und medikamentöse Therapie für eine individuell abgestimmte Krebsbehandlung
- Rekonstruktive Tumorrehabilitation mit mikrovaskulären Lappenplastiken: Wiederherstellung von Gewebe und Funktionen nach Tumoroperationen durch die mikrochirurgische Verpflanzung von körpereigenem Gewebe
Medienformate
- Print/Online-Interviews
- Hintergrundgespräche
Anwendungs- und Gesellschaftsbezug
Kopf-Hals-Tumoren und Hörstörungen zählen zu den häufigen Erkrankungen mit erheblichen Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität. Während bei Kopf-Hals-Tumoren Prävention – etwa durch die Vermeidung von Tabak- und Alkoholkonsum sowie den Schutz vor HPV-Infektionen – und eine individuell abgestimmte Behandlung entscheidend sind, können Hörstörungen Menschen jeden Alters in ihrer Kommunikation, sozialen Teilhabe sowie ihrer schulischen und beruflichen Entwicklung beeinträchtigen. Die Forschung trägt dazu bei, Erkrankungen früher zu erkennen, Behandlungen weiter zu verbessern und durch moderne rekonstruktive Verfahren sowie innovative Hörimplantate die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu erhöhen.