Prof. Dr. Inke Regina König

Institut für Medizinische Biometrie und Statistik

EpidemiologieGesundheits-AppsKünstliche IntelligenzStatistikKlinische StudienGenetische Risiken

„‚Ohne Daten ist man nur eine weitere Person mit einer Meinung‘, William Edwards Deming – das sollten wir uns auch für unsere Demokratie merken."

Prof. Dr. Inke Regina König

Kurzprofil

Prof. Inke König ist Direktorin des Instituts für Medizinische Biometrie und Statistik an der Universität zu Lübeck. Sie ist Principal Investigator in mehreren Forschungsverbünden, u. a. im Deutschen Zentrum für Herz-Kreislaufforschung, im Deutschen Zentrum für Lungenforschung und im Exzellenzcluster "Precision Medicine in Inflammation“. Als zertifizierte verantwortliche Biostatistikerin begleitet sie randomisierte klinische Studien aller klinischer Bereiche. Prof. Inke König ist zudem Teil des Sonderforschungsbereichs „Sexdiversity“, der sich mit Determinanten, Bedeutungen und Implikationen der Geschlechtervielfalt in soziokulturellen, medizinischen und biologischen Kontexten beschäftigt.
 

Arbeitsschwerpunkte

  • Im Rahmen von klinisch-therapeutischen Studien wird danach gefragt, ob eine bestimmte Intervention wirksam ist. Hier bin ich für die Planung und Auswertung von Studien aus verschiedenen medizinischen Disziplinen verantwortlich. Besonders spannend sind hier aktuell auch Studien, die die Effektivität von digitalen Interventionen (Apps) überprüfen.

  • Prognostische Studien werden mit dem Ziel durchgeführt herauszufinden, wie wahrscheinlich beispielsweise ein bestimmter Krankheitsverlauf ist, und wovon dies abhängt. Zur statistischen Modellierung verwende ich hier unterschiedliche statistische Ansätze, also klassische Methoden oder Verfahren des maschinellen Lernens, was heute dem Bereich der Künstlichen Intelligenz zugeordnet wird.
  • In epidemiologischen Studien schließlich untersuchen wir die Rolle von Risiko- oder protektiven Faktoren bei der Entwicklung oder Ausprägung von Erkrankungen. Diese unterscheiden sich dann wiederum vor allem in der Art der Faktoren, die dafür berücksichtigt werden. Teilweise werden nur relativ wenige, oft klinisch ausgewählte, Daten gemessen, wie beispielsweise das Geschlecht oder Lifestyle-Faktoren. Im anderen Extrem stehen „Big Data“ zur Verfügung, wobei ich mich primär für genetische Daten interessiere. Einen speziellen Stellenwert nehmen für mich geschlechtsspezifische Faktoren ein, beispielsweise durch die Analyse der Geschlechtschromosomen.

Medienformate

  • TV-Interviews
  • Radio/Podcast
  • Print/Online-Interviews
  • Hintergrundgespräche

Anwendungs- und Gesellschaftsbezug

Statistik in alltäglichen Kontexten, wie z.B. Abschätzung von allgemeinen Risiken, Unsicherheiten in der Anwendbarkeit von klinischen Studienergebnissen oder diagnostischen Testergebnissen auf die einzelne Person, Interpretation von genetischen Risiken

Beispielhafte Auftritte und Beiträge