Prof. Dr. Henrik Oster

Institut für Neurobiologie

Innere UhrChronobiologieSchlaf-Wach-RhythmusStressTagesrhythmus

„Timing is everything - das stimmt im Leben wie in der Medizin. Wir forschen an den Mechanismen biologischer Uhren und deren Einfluss auf Physiologie und Therapie."

Prof. Dr. Henrik Oster

Kurzprofil

Henrik Oster ist Neurobiologe und Chronobiologe und leitet das Institut für Neurobiologie an der Universität zu Lübeck. Er erforscht, wie die innere Uhr des Körpers – sogenannte zirkadiane Rhythmen – funktioniert, wie sie unseren Organismus steuert, unsere Gesundheit beeinflusst und welche Folgen es hat, wenn diese Rhythmen gestört werden. Ziel seiner Arbeit ist es, die zugrunde liegenden Mechanismen besser zu verstehen und dieses Wissen für wirksame Behandlungen zu nutzen. 

Arbeitsschwerpunkte

  • Innere Uhr und Tagesrhythmus: Wie sich die innere Uhr an den Tag-Nacht-Rhythmus anpasst und durch äußere Faktoren gesteuert wird
  • Zusammenspiel der inneren Uhren: Wie die „Zentraluhr“ im Gehirn die Zeit an Organe und Gewebe im Körper weitergibt
  • Innere Uhr und Körperfunktionen: Einfluss biologischer Rhythmen auf Stoffwechsel, Immunsystem und Hormonhaushalt
  • Gestörte Rhythmen: Auswirkungen von Schlafmangel, Schichtarbeit und verschobenen Tagesabläufen auf die Gesundheit
  • Innere Uhr und Krankheiten: Einfluss des Tagesrhythmus’ auf Entstehung und Verlauf von Krankheiten sowie Ableitung neuer diagnostischer und therapeutischer Ansätze 
     

Medienformate

  • TV-Interviews
  • Radio/Podcast
  • Print/Online-Interviews
  • Hintergrundgespräche
     

Anwendungs- und Gesellschaftsbezug

Die innere Uhr beeinflusst nahezu alle Bereiche unseres Alltags – vom Schlaf über Leistungsfähigkeit bis hin zur Entstehung von Krankheiten. Störungen des natürlichen Tagesrhythmus, etwa durch Schichtarbeit, Jetlag oder künstliches Licht, betreffen einen großen Teil der Bevölkerung und können langfristig die Gesundheit und das Wohlbefinden beeinträchtigen. Schlaf- und zirkadiane Rhythmus-Störungen betreffen mehr als ein Drittel der Bevölkerung in Industrieländern und begünstigen neben Stoffwechselerkrankungen auch neuropsychiatrische Erkrankungen wie Depression, Schizophrenie oder Alzheimer. Dabei zeigt sich, dass viele Erkrankungen – von Herzinfarkt über Depression bis hin zu Rheuma – durch den Takt der inneren Uhr beeinflusst werden. Umso wichtiger ist es, das Zusammenspiel zwischen innerer Uhr und Körperfunktionen besser zu verstehen und dieses Wissen in Lebens- und Arbeitsrhythmen sowie in die medizinische Versorgung zu integrieren.

Beispielhafte Auftritte und Beiträge