Prof. Dr. Floris Ernst

Robotik und Kognitive Systeme

MedizinrobotikAgrarrobotikAutonome SystemeMaschinelles LernenKünstliche IntelligenzPräzisionsmedizin

„Künstliche Intelligenz und Robotik stecken voller Potenzial. Ich arbeite daran, dass auch der kleine Bio-Hof in Schleswig-Holstein und die städtische Klinik nebenan etwas davon haben. Es geht eben nicht nur um die Interessen der Weltkonzerne."

Prof. Dr. Floris Ernst

Kurzprofil

Floris Ernst ist Direktor des Instituts für Robotik und Kognitive Systeme. Er studierte Mathematik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der University of Otago (Neuseeland) und promovierte in Informatik/Robotik in Lübeck. Seit 2017 forscht und lehrt er an der Schnittstelle von Robotik, KI und Signalverarbeitung, mit Anwendungen in zwei gesellschaftlich zentralen Bereichen: der Medizin und der Landwirtschaft. Im medizinischen Bereich entwickelt er robotische Systeme für präzisere Diagnostik und Therapie; im Agrarbereich erprobt er kleine, kostengünstige und modulare Roboterplattformen, die ökologische Kleinbetriebe bei Monitoring, Tierhaltung und Unkrautbekämpfung unterstützen sollen.

Arbeitsschwerpunkte

  • Medizinische Robotik – insbesondere robotisch geführte Ultraschallbildgebung

  • Bewegungsverfolgung und Echtzeit-Bewegungskompensation – z. B. Atemkompensation in der Strahlentherapie

  • Signalverarbeitung und maschinelles Lernen – für biomedizinische Anwendungen

  • Augmented Reality – bei bildgestützten und chirurgischen Eingriffen

  • Mobile Feldrobotik – für die ökologische Landwirtschaft

  • Autonomes Monitoring, Unkrauterkennung und Weidemanagement – mit kleinen Roboterplattformen

  • KI-gestützte Umgebungswahrnehmung und Navigation (SLAM) – in unstrukturierten Außenumgebungen

  • Digitale Zwillinge – für die landwirtschaftliche Einsatzplanung

Medienformate

  • TV-Interviews
  • Radio/Podcast
  • Print/Online-Interviews
  • Hintergrundgespräche 

Anwendungs- und Gesellschaftsbezug

Prof. Ernsts Forschung adressiert zwei drängende gesellschaftliche Herausforderungen zugleich: Im Gesundheitswesen helfen robotische Systeme dabei, ressourcenschonender zu gestalten – etwa durch automatisierte Ultraschalldiagnostik oder intelligente Bewegungskompensation in der Krebstherapie. In der Landwirtschaft richtet sich der Fokus bewusst auf kleine und mittlere Betriebe: Während KI-gestützte Agrartechnik bislang vor allem Großbetrieben zugutekam, entwickelt KRIBL modulare, erschwingliche Roboterlösungen für den ökologischen Landbau. Damit trägt diese Forschung zur regionalen Lebensmittelversorgung und zur landwirtschaftlichen Vielfalt in Deutschland bei.

Beispielhafte Auftritte und Beiträge