Prof. Dr. Claudia Schmidtke

Universitäres Herzzentrum Lübeck

FrauengesundheitHerz-Kreislauf-SystemPräventionDigitale GesundheitGesundheitsdatenKünstliche Intelligenz

„Medizin ist nicht geschlechtsneutral – und genau das wird noch zu oft ignoriert. Wenn wir Unterschiede berücksichtigen und digitale Gesundheitsdaten gezielt nutzen, wird Versorgung präziser und gerechter."

Prof. Dr. Claudia Schmidtke

Kurzprofil

Claudia Schmidtke ist Professorin für Herzchirurgie an der Universität zu Lübeck und Sprecherin des Universitären Herzzentrums Lübeck am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Als affiliierte Professorin am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz beschäftigt sie sich mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Frauengesundheit. Die Gesundheitsökonomin und ehemalige Patientenbeauftragte der Bundesregierung verbindet klinische Expertise mit gesundheitspolitischer Umsetzung. In ihrer Arbeit liegt ein besonderer Fokus auf Frauengesundheit und geschlechterspezifischer Medizin, insbesondere bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem befasst sie sich als stellvertretende Vorsitzende der Schiedsstelle für digitale Gesundheitsanwendungen mit der Nutzenbewertung und Integration digitaler Gesundheitsanwendungen in die medizinische Versorgung.
 

Arbeitsschwerpunkte

  • Frauengesundheit und Gendermedizin: Geschlechterspezifische Unterschiede in Prävention, Diagnostik und Therapie
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen: Risikofaktoren, Symptomunterschiede und Versorgungslücken
  • Prävention & Früherkennung: Lebensstilfaktoren und geschlechtersensible Präventionsstrategien
  • Digitale Medizin (ePA, DiGA, KI): Einsatz digitaler Anwendungen, elektronischer Patientenakten, digitaler Gesundheitsdaten und Künstlicher Intelligenz zur Verbesserung der Versorgung
  • Gesundheitssystem: Versorgungsgestaltung, Digitalisierung und strukturelle Herausforderungen

Medienformate

  • TV-Interviews
  • Radio/Podcast
  • Print/Online-Interviews
  • Hintergrundgespräche

Anwendungs- und Gesellschaftsbezug

Geschlechterspezifische Unterschiede in Prävention, Diagnostik und Therapie werden in der medizinischen Versorgung bislang noch unzureichend berücksichtigt – mit konkreten Folgen für die Gesundheit von Frauen, insbesondere bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gleichzeitig eröffnen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten, diese Unterschiede besser sichtbar zu machen und die Versorgung individueller und präziser zu gestalten. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Praxis zu übertragen, Prävention gezielt zu stärken und strukturelle Defizite im Gesundheitssystem nachhaltig zu verbessern.

Beispielhafte Auftritte und Beiträge