Prof. Dr. Christine Klein
Institut für Neurogenetik
Kurzprofil
Christine Klein ist Professorin für Neurologie und Neurogenetik an der Universität zu Lübeck und Direktorin des Instituts für Neurogenetik. Als Neurowissenschaftlerin erforscht sie die klinischen und molekularen Grundlagen erblich bedingter Bewegungsstörungen, insbesondere der Parkinson-Erkrankung. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Frage, warum manche Menschen trotz krankheitsrelevanter Varianten lebenslang gesund bleiben. Ziel ihrer Forschung ist es, die zugrunde liegenden Schutzmechanismen zu verstehen und daraus neue Ansätze zur Verzögerung oder Verhinderung neurologischer Erkrankungen zu entwickeln.
Arbeitsschwerpunkte
- Parkinson und andere Bewegungsstörungen: Erforschung der Ursachen, Entstehung und des Verlaufs erblich bedingter Erkrankungen wie Parkinson und Dystonie
- Molekulargenetik und Genomik: Untersuchung genetischer Veränderungen und ihrer Auswirkungen auf die Entstehung neurologischer Erkrankungen
- Zellmodelle: Entwicklung und Nutzung von Zellmodellen, um Krankheitsmechanismen zu erforschen und neue Therapieansätze zu testen
- Reduzierte Penetranz: Erforschung, warum manche Menschen trotz krankheitsverursachender genetischer Varianten gesund bleiben und welche Schutzmechanismen dahinterstehen
Medienformate
- TV-Interviews
- Radio/Podcast
- Print/Online-Interviews
- Hintergrundgespräche
Anwendungs- und Gesellschaftsbezug
Die Arbeit von Christine Klein trägt dazu bei, dass genetische Informationen nicht nur zu Diagnosen führen, sondern in praxistaugliche Präventions- und Therapiekonzepte übersetzt werden – etwa für eine frühere, individuell zugeschnittene Behandlung und eine bessere Lebensqualität von Menschen mit neurogenetischen Erkrankungen. Angesichts der hohen gesellschaftlichen Belastung durch neurologische Erkrankungen ist es ihr ein wichtiges Anliegen, dass ihre Forschung auch gesundheitspolitische Debatten zur Hirngesundheit, zu einer gerechten Versorgung und zum verantwortungsvollen Umgang mit genetischen Informationen mitgestaltet. Dabei legt sie besonderen Wert darauf, Patientinnen und Patienten sowie Trägerinnen und Träger krankheitsrelevanter genetischer Varianten aktiv einzubeziehen.