Prof. Dr. Carla Nau

Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

IntensivmedizinTelemedizinAnästhesiologieChronische SchmerzenPostoperative Schmerzen

„In der Schmerzmedizin gilt: Wenn wir Risiken früh erkennen und Behandlung gezielt steuern, können wir Chronifizierung verhindern und Lebensqualität erhalten. Es gibt Parallelen in der Intensivmedizin. Digitalisierung und Telemedizin kann hierbei unterstützen."

Prof. Dr. Carla Nau

Kurzprofil

Carla Nau ist Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum in Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, und Professorin für Anästhesiologie an der Universität zu Lübeck. Ihr Forschungsprofil verbindet translationale Schmerzforschung (von neurophysiologischen Grundlagen wie Ionenkanälen in Schmerznerven) mit klinischen Fragen der perioperativen Medizin, Schmerztherapie und Intensivmedizin. Ein aktueller Schwerpunkt liegt außerdem auf Digitalisierung, Telemedizin und datengetriebenen Ansätzen, um Versorgungsqualität in Schmerz- und Intensivmedizin messbar zu verbessern. Für ihre wissenschaftlichen Leistungen wurde sie 2024 in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen. Sie ist Präsidentin der DGAI in der Amtsperiode 2027/28. 

Arbeitsschwerpunkte

  • Postoperative Schmerzen und Chronifizierung: Warum Schmerzen nach Operationen anhalten können und welche präventiven Maßnahmen (medizinisch und organisatorisch) helfen, langanhaltende Verläufe zu vermeiden
  • Chronische Schmerzen: Interdisziplinäre und sektorenübergreifende Versorgung, inkl. strukturierter Übergänge zwischen OP, Nachsorge und Schmerztherapie
  • Wie Lokalanästhetika und Analgetika wirken: Verständliche Einordnung von Wirkmechanismen und Nebenwirkungen – was Betäubungsmittel und Schmerzmittel im Nervensystem „tun“
  • Neurobiologie des Schmerzes (Ionenkanäle als „Schalter“): Rolle von Natriumkanälen und Schmerzrezeptoren in Schmerzweiterleitung und -verstärkung; Ansatzpunkte für neue, gezieltere Analgetika
  • Telemedizin, eHealth und KI in der Schmerzmedizin: Chancen, Grenzen und Qualitätskriterien digitaler/hybrider Angebote für Patient*innen mit chronischen Schmerzen
  • Tele-Intensivmedizin und Versorgungsnetzwerke: Digitale Vernetzung von Intensivstationen und Einsatz telemedizinischer Visiten, Unterstützungssysteme zur Qualitäts- und Prozessverbesserung

Medienformate

  • Radio/Podcast
  • Print/Online-Interviews
  • Hintergrundgespräche

Anwendungs- und Gesellschaftsbezug

In der Schmerzmedizin gilt: Wenn wir Risiken früh erkennen und Behandlung gezielt steuern, können wir Chronifizierung verhindern und Lebensqualität erhalten. Es gibt Parallelen in der Intensivmedizin. Digitalisierung und Telemedizin kann hierbei unterstützen.

Beispielhafte Auftritte und Beiträge