Modul GW3190-KP05
Interprofessionelle evidenzbasierte Versorgung von Menschen mit Demenz - KOMPIDEM (WLFKOM)
Dauer
1 Semester
Angebotsturnus
Jedes Sommersemester
Leistungspunkte
5
Studiengang, Fachgebiet und Fachsemester:
- Humanmedizin klinischer Abschnitt, Wahlpflicht, Wahlpflicht, ab 5. Fachsemester
- Bachelor Angebot fächerübergreifend für Gesundheitswissenschaften, Wahlpflicht, Fächerübergreifende Module, Beliebiges Fachsemester
Lehrveranstaltungen:
- GW3160-P: KOMPIDEM (Praktikum, 1 SWS)
- GW3160-S: KOMPIDEM (Seminar, 2 SWS)
Workload:
- 45 Stunden Präsenzstudium
- 105 Stunden Selbststudium
Lehrinhalte:
- Evidenzbasierte Versorgung von Menschen mit Demenz: Ätiologie, Symptome, Diagnostik und Behandlung häufig vorkommender Erkrankungsformen der Demenz, aktuelle evidenzbasierte Empfehlungen zur Vermeidung und Minimierung nichtkognitiver Symptome und zur Kommunikation mit Menschen mit Demenz
- Rollen, Erfahrungen und Perspektiven der an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen, Bedürfnisse und Perspektiven der Angehörigen bzw. informellen Pflegepersonen, Strategien zur Einbindung der
- Bedeutung und Methoden der interprofessionellen Zusammenarbeit
- Sozialrechtliche Belange
- Ethische Implikationen
- Vertiefung: Personenzentrierte Kommunikation mit Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen, interprofessionelle Kommunikation
Qualifikationsziele/Kompetenzen:
- Wissensverbreiterung/-vertiefung: Die Studierenden können zentrale evidenzbasierte Empfehlungen zur Behandlung und Pflege von Menschen mit Demenz erläutern und begründen.
- Wissensvertiefung: Sie können Einflussfaktoren für das Auftreten nichtkognitiver Symptome (herausfordernder Verhaltensweisen) erläutern und begründet nach dem aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse und evidenzbasierter Leitlinien geeignete Strategien zur Vermeidung/Minimierung dieser Symptome benennen.
- Wissensvertiefung: Sie können die Prinzipien der personenzentrierten Kommunikation mit Menschen mit Demenz und deren Angehörigen erläutern und hierbei sowohl allgemeine Kommunikationstheorien als auch krankheitsspezifische Veränderungen der Kommunikationsfähigkeiten von Menschen mit Demenz berücksichtigen.
- Wissensvertiefung: Sie können die Rollen und Aufgaben der an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen sowie der informellen Pflegepersonen sowie Herausforderungen und gelingende Strategien für die Zusammenarbeit beschreiben.
- Wissensverständnis: Sie können o.g. Wissensinhalte situativ auf simulierte und/oder reale Versorgungssituationen anwenden und hierbei geeignete Strategien für eine personenzentrierte Versorgung von Menschen mit Demenz ableiten.
- Nutzung und Transfer: Sie sind in der Lage, in simulierten und/oder realen Versorgungssituationen Prinzipien der personenzentrierten Versorgung von Menschen mit Demenz anzuwenden, sowohl in der Interaktion mit den betroffenen Personen und ihren Angehörigen bzw. informellen Pflegepersonen als auch mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Berufsgruppen.
- Kommunikation und Kooperation: Sie sind in der Lage, ihre Kommunikation und Interaktion mit an Demenz erkrankten Menschen so zu gestalten, dass hierdurch deren Gesundheit, soziale Teilhabe und Lebensqualität gefördert werden.
- Kommunikation und Kooperation: Sie sind in der Lage, in der Kommunikation mit Vertreterinnen/Vertretern anderer Berufsgruppen eigene fachliche Standpunkte bezogen auf die Versorgung von Menschen mit Demenz klar, fachlich begründet und strukturiert zu vertreten und die Kommunikation auf eine Art und Weise zu gestalten, dass sie dem Finden der besten Lösung aus der Sicht der Patientinnen/Patienten dient.
- Kommunikation und Kooperation: Sie sind imstande, die Angehörigen bzw. informellen Pflegepersonen von Menschen mit Demenz durch angemessene Kommunikation in Entscheidungen und Aktivitäten bezüglich der Versorgung der an Demenz erkrankten Person einzubeziehen.
- Wissenschaftliches Selbstverständnis und Professionalität: Sie können Bedarf für die Weiterentwicklung der Qualität in der Versorgung von Menschen mit Demenz identifizieren und begründen und damit einhergehende Anforderungen an die eigene Berufsgruppe und die interprofessionelle Zusammenarbeit benennen und argumentativ vertreten.
Vergabe von Leistungspunkten und Benotung durch:
- Präsentation
Modulverantwortliche:
Lehrende:
- Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
- Prof. Dr. Katrin Balzer
- MitarbeiterInnen des Instituts
Literatur:
- Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) & Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) (Hrsg.). : S3-Leitlinie AWMF-Register-Nr.: 038-013
- Dick S, Häusler A, Krause-Köhler K. : Demenzielle Erkrankungen im Alter. Praxiswissen Gerontologie und Geriatrie kompakt. Band 6. Herausgegeben von Kuhlmey A & Renteln-Kruse W, De Gruyter, Berlin, 2017.
- Hannawa AF, Postel S. SACCIA : Sichere Kommunikation De Gruyter, Berlin, 2018.
Sprache:
- Wird nur auf Deutsch angeboten
Bemerkungen:
Zugangsvoraussetzung zum Modul:- Keine
Zugangsvoraussetzung zur Prüfung:
- Keine
Kriterien zur Scheinvergabe (benotet):
- Regelmäßige Teilnahme
- Durchführung von ein bis zwei Interviews
- Präsentation im Abschlusskolloquium (Gruppenleistung mit nachweislich aktiver individueller Eigenleistung der einzelnen Studierenden
Anmeldung: bitte melden Sie sich im Sekretariat der Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege bei Lenke Beeken (lenke.beeken@uksh.de)
Studierende, bei denen diese Veranstaltung ein Pflichtmodul ist, haben Vorrang.
Maximale Teilnehmerzahl:
- 10 Studierende
Letzte Änderungen:
02.10.2025