Wie pendelt die Universität zu Lübeck?

Ergebnisse aus der Mobilitätsumfrage 2025

Die Universität zu Lübeck ist stets in Bewegung – im übertragenen und im wörtlichen Sinne. Wann, wie oft und wie die Universitätsangehörigen zum Campus gelangen ist bedeutend für die Entwicklung des Campus und die Nachhaltigkeitsbestrebungen der Universität.

Um das aktuelle Mobilitätsverhalten der Studierenden und Beschäftigten der Universität zu Lübeck zu erheben, wurde Mitte 2025 eine Online Befragung durchgeführt. Diese erfolgte im Rahmen des Projekts LueCaMo in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, um das Mobilitätsverhalten vor Umsetzung der Maßnahmen des geförderten Projekts zu erfassen. Insgesamt haben fast 900 Universitätsangehörigen an der Mobilitätsumfrage teilgenommen. 

Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für die Maßnahmengestaltung im Projekt LueCaMo und die Entwicklung der betrieblichen Mobilität an der Universität zu Lübeck. Um Mobilität nach den Bedürfnissen und Wünschen der Universitätsangehörigen zu ermöglichen, müssen diese gekannt und verstanden werden. Dafür war die Mobilitätsumfrage ein wichtiger Baustein.

Zentrale Ergebnisse

Bei den Ergebnissen sind Unterschiede zwischen den verschiedenen Statusgruppen zu erkennen. Unterschieden wurde zwischen Studierenden, technisch-administrativem Personal (TAP) sowie dem wissenschaftlichen Personal, welches an der Universität zu Lübeck (UzL) oder dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) tätig ist.

Wegstrecke zur Universität zu Lübeck

Die Auswertung der Entfernung zwischen Wohnort und Universität zeigt, dass ca. 54 % aller Universitätsangehörigen bis zu 5 km, 22 % 5 bis 10 km sowie 24 % über 10 km entfernt wohnen.

Werden die verschiedenen Statusgruppen einzeln betrachtet, wie auf der unteren Grafik zu sehen, zeigt sich, dass Studierende im Durchschnitt die kürzeste Distanz zur Universität zu Lübeck haben. 67 % der Studierenden haben einen Studienweg von maximal 5 km, während immerhin noch etwa 13 % eine Entfernung von mehr als 20 km zurücklegen. Der größte Unterschied zeigt sich zum technischen-administrativen Personal: Hier legen 40 % einen Arbeitsweg von bis zu 5 km zur Universität zurück, während rund 35 % weiter als 20 km entfernt wohnen. Beim wissenschaftlichen Personal liegt die Entfernung zum Arbeitsplatz für 58 % der am UKSH Tätigen bis zu 5 km, während der Anteil bei denen an der Universität Beschäftigten 51 % beträgt.

Wegstrecke zur Universität zu Lübeck

Verkehrsmittelverteilung (Modal Split)

Der sogenannte Modal Split stellt die prozentuale Verteilung der einzelnen Verkehrsmittel an der gesamten Verkehrsleistung auf dem Arbeits- oder Studienweg dar. Er betrachtet die zurückgelegten Personenkilometer je nach Verkehrsmittel.

Von der Stichprobe ausgehend wurde der Modal Split mit Gewichtung der einzelnen Statusgruppen berechnet.

Insgesamt zeigt sich, dass der Umweltverbund – bestehend aus Fuß-, Rad-, Schienen- und öffentlichen Straßenpersonenverkehr – rund 65 % der von den Universitätsangehörigen zurückgelegten Pendelkilometer abdeckt. Eine differenziertere Betrachtung der zum Umweltverbund gehörenden Verkehrsmittel zeigt, dass das Fahrrad einen Anteil von 32 % des Modal Splits einnimmt. 16 % der Personenkilometer werden mit der Nahverkehrsbahn zurückgelegt, während der Bus einen Anteil von 11 % erreicht. Der Fußverkehr macht 4 % aus. Zu den Verkehrsmitteln außerhalb des Umweltverbunds zählt insbesondere das eigene Auto, welches mit 34 % den größten Einzelanteil am Modal Splits der Universität zu Lübeck ausmacht.

Verkehrsmittelverteilung (Modal Split) aller Universitätsangehörigen

Wird die Verkehrsmittelverteilung nach den verschiedenen Statusgruppen betrachtet, lassen sich Unterschiede erkennen.

Insgesamt ist der Anteil des Umweltverbundes – bestehend aus Fuß-, Rad-, Schienen- und öffentlichen Straßenpersonenverkehr – bei den Studierenden mit 75 % am höchsten, gefolgt von dem wissenschaftlichen Personal an der UzL mit 60 %. Beim wissenschaftlichen Personal am UKSH werden rund 48 % der Kilometer mit dem Umweltverbund zurückgelegt, während der Anteil beim technisch-administrativen Personal mit ca. 35 % am geringsten ist.

In den Modal Splits der einzelnen Statusgruppen hat das Fahrrad innerhalb des Umweltverbunds den größten Anteil. Der Fahrradanteil am Modal Split beträgt beim wissenschaftlichen Personal der UzL 38 %, bei den Studierenden 34 %, beim wissenschaftlichen Personal am UKSH 28 % und beim technisch-administrativen Personal 18 %.

Verkehrsmittelverteilung (Modal Split) nach Statusgruppen

Wünsche der Universitätsangehörigen an nachhaltige Mobilität

Ein Teil der Umfrage zielte darauf ab die Wünsche der Universitätsangehörigen hinsichtlich einer nachhaltigen Gestaltung der betrieblichen Mobilität zu erfassen. Aus den Antworten wurde deutlich, dass viele dieser Anliegen bereits im Rahmen des Projekts LueCaMo berücksichtigt werden. Zu den häufig genannten Wünschen zählen insbesondere: 

  • Mehr Fahrradbügel
  • Fahrradüberdachungen
  • Fahrradgarage/ sichere Abschließmöglichkeiten
  • (Bike) Sharing Angebot/ Station
  • Mehr Lademöglichkeiten für Autos
  • Lagerung von Fahrradzubehör (z.B. Helm, Regenkleidung etc.) 

Weiterführende Informationen zum Projekt LueCaMo sind auf dem Webportal Mobilität zu finden.

Weitere Kennzahlen

  • Das wissenschaftliche Personal am UKSH ist im Durchschnitt 4,6 Tage pro Woche auf dem Campus, Studierende 4,1 Tage, das wissenschaftliche Personal an der UzL 4,0 Tage und das technisch-administrative Personal 3,9 Tage pro Woche
  • 56% aller Befragten haben Zugriff auf ein Fahrrad
  • Der Anteil des normalen Fahrrads ist in allen Statusgruppen am höchsten (52 - 87 %), gefolgt vom E-Fahrrad, welches besonders bei den Beschäftigten vertreten ist (dort liegt der Anteil bei 17 - 37 %)
  • 53% der Beschäftigten besitzen eine Zeitkarte für den Öffentlichen Nahverkehr
  • 23% der Befragten haben eine App für Sharing E-Scooter, 10 % für Bike Sharing
  • 11% der Beteiligten besitzen eine Carsharing Mitgliedschaft