Forschung und Projekte
LUST - Lübeck University Students Trial - ist eine prospektive Längsschnittstudie mit der wir alle Studierenden der UzL sowohl zu Beginn des Studiums als auch wiederkehrend einmal jährlich zur mentalen Belastung, zu studienbedingten Risikofaktoren sowie auch zu Ressourcen befragen.
LUST gibt es seit 2011! Sie ist die längste, laufende Studie zur Gesundheit von Studierenden Deutschland und damit einzigartig in der deutschen Hochschullandschaft! Außerdem bildet sie das Fundament der Studierendengesundheit in Lübeck.
LUST umfasst sowohl einen festen Fragenbereich mit Fragen zu Stressbelastung (PSS), mentalen Belastung (BSI-18), Studienverhalten (AVEM), Bewegung und Ernährung als auch einen variablen Fragenteil, der an aktuelle Forschungsfragen angepasst werden kann. Auf diese Weise ermöglicht es die LUST-Studie mentale Belastungen und Ressourcen im Studium langfristig zu monitoren und gleichzeitig flexibel auf neue Themen rund um die Studierendengesundheit zu reagieren.
Werde Teil der LUST-Erfolgsgeschichte! Voraussetzung ist, du bist als Studierender/ Studierende an der Universität zu Lübeck eingeschrieben. Jeweils im Juni erhalten alle Studierenden sowohl per E-Mail, Plakat, Flyer und über Social Media die Einladung, an der LUST-Studie teilzunehmen. Über einen QR-Code gelangst du zum Fragebogen. Für die Teilnahme erhältst du einen 5 Euro Gutschein.
Aktenzeichen der Ethikkommission der Universität zu Lübeck: 11-010
Was kommt eigentlich bei der LUST-Studie raus? Dieser Frage widmet sich das Format LUST to go. Kurz und informativ wollen wir über spannende Ergebnisse der LUST-Studie informieren. Aktuelle und frühere Ausgaben finden Sie hier.
Weitere Forschung / laufende Interventionsstudien
Wissenschaftliche Überprüfung der Wirksamkeit des addisca-Kurses
Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung prüfen wir die Umsetzbarkeit und Wirksamkeit des addisca-Trainings (weitere Infos zum Training finden Sie hier).
Im Addisca-Training werden Techniken aus der Metakognitiven Therapie vermittelt, die einerseits helfen, unserer Gedanken, Sorgen oder Ängste besser zu steuern und andererseits wichtige Aufgaben, wie das Lernen oder Ausarbeiten eines Referates nicht mit schlechtem Gewissen bis zum letzten Drücker vor uns herzuschieben. Ziel der Begleitforschung ist es zu prüfen, ob das Training nachweislich metakognitive Fähigkeiten verbessert und studienbezogenen Stress senkt. Bereits 2017 wurde von uns ein Pilotprojekt mit Medizinstudierenden durchgeführt. Mit sehr positiven Ergebnissen: Gruppentraining zur Verbesserung der Stressbewältigung bei Medizinstudierenden. Nun erweitern wir sowohl die Trainings als auch die wissenschaftliche Begleitstudie auf alle Studiengänge. In einer Längsschnittstudie werden dazu sowohl Kursteilnehmer*innen als auch Kontrollstudierende sowohl vor Kursbeginn als auch zu festgelegten Zeitpunkten nach dem Kurs mittels Fragebögen zum Wohlbefinden, zur Stressbelastung sowie zu metakognitiven Fähigkeiten befragt.
Projektstart: 2020
Projektpartner Dieses Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit der addisca gGmbH und wird von der Techniker Krankenkasse gefördert.
Aktenzeichen der Ethikkommission der Universität Lübeck 16-334
Wissenschaftliche Überprüfung der Wirksamkeit des Prüfungskurses
Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung prüfen wir die Umsetzbarkeit und Wirksamkeit des Prüfungskurses (weitere Infos zum Training finden Sie hier). Der Prüfungskurs ist ein Angebot des UGM für Studierende der UzL zur Verbesserung ihrer Selbstmanagementfähigkeiten. Ziel der begleitenden Studie ist es zu prüfen, inwiefern der Kurs studienbedingten Stress reduzieren und Fähigkeiten des Selbstmanagement stärken kann. In einer kontrollierten Längsschnitt-Befragung werden dazu sowohl Kursteilnehmer*innen als auch Kontrollstudierende hinsichtlich ihrer Stressbelastung , ihrer Selbstregulation, Prokrastination und Selbstwirksamkeitserwartungen befragt.
Projektstart: 2023
Aktenzeichen der Ethikkommission der Universität Lübeck 2023-388
Wissenschaftliche Begleitung zu (Aus-)Zeit für mich: Einführung in Mind-Body-Medizin
Als Wissenschaftler sind wir auch immer an einer wissenschaftlichen Überprüfung der Wirksamkeit unserer Angebote interessiert. Daher haben wir auch unsere MBM-Kurse wissenschaftlich begleitet.
In der Projektlaufzeit wurden jedes Semester MBM-Kurse angeboten. Diejenigen Teilnehmer*innen, die sich zur Beteiligung an dieser Studie bereit erklärt haben sowie Kontrollprobanden, die hinsichtlich des Geschlechtes und des Studienganges gematcht sind, wurden sowohl vor dem Kurs, direkt im Anschluss an den Kurs sowie 6 und 12 Monate nach Beendigung des Kurses mittels Onlinefragebogen hinsichtlich ihres Wohlbefindens und ihres Stresserlebens befragt. Zusätzlich enthielten die Fragebögen Fragen zur Achtsamkeit im Alltag. Weiterhin waren Fokusgruppen zur Vertiefung der Erkenntnisse geplant.
Mit dieser Studie sollte die Wirksamkeit unserer MBM-Kurse „(Aus-)Zeit für mich“ hinsichtlich der Achtsamkeit von Studierenden sowie der Einfluss erhöhter Achtsamkeit auf das Wohlbefinden und Stresserleben wissenschaftlich geprüft werden.
Dieses Projekt wurde von der Techniker Krankenkasse gefördert.
Aktenzeichen der Ethikkommission der Universität Lübeck 20-351
Ärztinnen und Ärzten gesund? – Prädiktoren für Gesundheit und Wohlbefinden von Ärztinnen und Ärzten in Schleswig-Holstein als Grundlage für gesundheitsförderliche Interventionen
Ärztinnen und Ärzte kümmern sich täglich um die Gesundheit anderer – aber wie steht es um ihr eigenes gesundheitliches Wohlbefinden? Was tun sie zum Erhalt ihrer Gesundheit? Wo gibt es Entlastungspotential im medizinischen Berufsalltag? Diesen Fragen widmet sich das Forschungsprojekt PRÄVENT in Kooperation mit dem Institut für Allgemeinmedizin und der Ärztekammer Schleswig-Holstein.
Das Projekt PRÄVENT erforscht unterschiedliche Facetten zum Thema Gesundheit von Ärztinnen und Ärzten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht welche Risiken und Ressourcen sich für das gesundheitlich Wohlbefinden für Ärztinnen und Ärzte identifizieren lassen. Weiterhin wird erfasst welche Maßnahmen Ärztinnen und Ärzte zur persönlichen Gesundheitsförderung praktizieren und welche Sie sich im Rahmen der ärztlichen Weiterbildung wünschen. Zudem wird untersucht, welche strukturellen Veränderungen realistische Entlastungspotenziale für den medizinischen Arbeitsalltag bieten.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, strukturelle Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung zu entwickeln und gezielte Interventionen zur Gesundheitsförderung für Ärztinnen und Ärzte zu gestalten. Darüber hinaus bieten die Forschungsergebnisse eine wertvolle Grundlage, um bereits im Medizinstudium präventive Strategien zu verankern – ein wichtiger Schritt für die langfristige Gesundheitsförderung angehender Ärztinnen und Ärzte.
Reduzierung sedentären Verhaltens und Steigerung der Konzentration sowie des körperlichen Wohlbefindens von Studierenden im universitären Setting.
In diesem Forschungsprojekt werden Möglichkeiten für die Gestaltung von gesunden Lern-Szenarien für Studierende untersucht. Die Interventionen konzentrieren sich auf bewegungsfördernde Maßnahmen in Lehrveranstaltungen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sollen Ansätze für infrastrukturelle Verbesserungen und didaktische Konzepte abgeleitet und dauerhaft implementiert werden.
Gesundes Lernen in der Hochschulbibliothek durch Reduzierung des sedentären Verhaltens und der Steigerung der Konzentration sowie des körperlichen und psychischen Wohlbefindens während der Nutzung von Lernkabinen.
Dieses Forschungsprojekt untersucht ebenfalls wie das Projekt „ReSet“ weitere Möglichkeiten für die Gestaltung von gesunden Lern-Szenarien für Studierende. Diesbezüglich wurden ein Teil der Lernkabinen in der Hochschulbibliothek weiterentwickelt und umgebaut. Sowohl die Ergonomie als auch die technische Ausstattung stehen dabei im Fokus. Durch eine begleitende Studie sollen Erkenntnisse zur Akzeptanz sowie zu gesundheitlichen Wirkungen durch die Nutzung der Studierenden erlangt werden.
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Testat reduzierter Unterricht zur Stimulation intrinsischer Motivation
In einer prospektiven, randomisierten, kontrollierten Interventionsstudie wurden im Präparierkurs Anatomie im ersten Studienjahr der Vorklinik Medizin (Winter- und Sommersemester 2021/22) drei Gruppen in Bezug auf die Entwicklung der mentalen Belastung und der akademischen Leistung untersucht.
Einer Kontrollgruppe, in der nach dem bisherigen Standard jeder Studierende wöchentlich bestehensrelevant testiert wurde, standen zwei Interventionsgruppen gegenüber. Diese haben entweder vorab einen Stressbewältigungskurs erhalten oder wurden zum Abschluss des wöchentlichen Präpariertermins nach einem freundlichen Fachgespräch über die im Termin behandelten Inhalte darüber informiert, ob ihre Vorbereitung als gut oder nachholbedürftig eingeschätzt wurde. Es lag in der Verantwortung der Studierenden dieser Interventionsgruppe, welche Schlussfolgerungen aus der Rückmeldung gezogen wurden.
Dieses Projekt folgte hierbei der Vorstellung einer ressourcenorientierten Ermutigung, die die intrinsische Lernbereitschaft und die akademische Selbstwirksamkeitserwartung fördert, sowie die psychosoziale Belastung reduziert.
Zu zehn Messzeitpunkten wurden psychometrische Parameter der mentalen Belastung erhoben. In drei Fokusgruppen wurden zudem Risiken und Ressourcen der mentalen Gesundheit qualitativ untersucht. Als Leistungsparameter wurden die Teil-Ergebnisse Anatomie des schriftlichen und mündlichen Teils des ersten Abschnitts der medizinischen Prüfung herangezogen.
Die Ergebnisse der Studie wurden veröffentlicht: bmcmededuc.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12909-024-05640-7
Aktenzeichen der Ethikkommission der Universität Lübeck 21-313
Publikationen
Hier findest du aktuelle Publikationen zu unseren Forschungsprojekten.