Wissen schafft Freiheit

Wissenschaft ist Grundrecht – und lebt von Freiheit. Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes schützt die Freiheit von Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre – als Fundament einer offenen, aufgeklärten und zukunftsfähigen Gesellschaft. 
Als Universität zu Lübeck bekennen wir uns klar zu dieser Freiheit. Das Grundgesetz garantiert sie und verpflichtet uns zugleich, Wissenschaftsfreiheit aktiv zu leben, zu verteidigen und weiterzugeben. 

Im Rahmen von „Wissen schafft Freiheit“ zeigen wir aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mit persönlichen Stimmen, warum Wissenschaftsfreiheit unverzichtbar ist – für Forschende, Studierende und die Gesellschaft als Ganzes. 

Prof. Dr. Martin Smollich: Fakten einordnen in Zeiten von Desinformation

Wie Wissenschaftsfreiheit konkret wirkt, zeigt der Beitrag von Prof. Dr. Martin Smollich in der Kampagne „Wissen schafft Freiheit“ der Universität zu Lübeck. 

Prof. Dr. Martin Smollich ist Ernährungswissenschaftler und Pharmakologe an der Universität zu Lübeck. Neben seiner Forschung und Lehre engagiert er sich intensiv in der Wissenschaftskommunikation. In einem Themenfeld, das stark von Meinungen, wirtschaftlichen Interessen und Desinformation geprägt ist, setzt er auf evidenzbasierte Aufklärung.

Für ihn bedeutet Wissenschaftsfreiheit mehr als freie Forschung und Lehre. Sie schließt die Verantwortung ein, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zu vermitteln, öffentlich einzuordnen und Orientierung zu geben. Das ist die Voraussetzung für informierte Entscheidungen in einer freien, demokratischen Gesellschaft.

Kaixuan Zhang: Frei forschen, um die Welt zu verbessern

Wie Wissenschaftsfreiheit konkret wirkt, zeigt der Beitrag von Kaixuan Zhang in der Kampagne „Wissen schafft Freiheit“. Für ihre Promotion kam sie aus China an die Universität zu Lübeck und entschied sich während der Corona-Pandemie bewusst, ihren wissenschaftlichen Fokus neu auszurichten: weg von den Pflanzenwissenschaften, hin zur Virologie – dort, wo Forschung Menschen unmittelbar helfen kann.

Heute promoviert Kaixuan Zhang im Bereich der Strukturbiologie von Virusproteinen und arbeitet an neuen Wirkstoffkonzepten gegen SARS-CoV-2. In ihrer Forschung verbindet sie klassische Ansätze mit innovativen Ideen wie PROTACs, die neue Perspektiven für zukünftige antivirale Therapien eröffnen.

Ihr Beitrag zeigt, wie wichtig ein offenes, internationales Umfeld und der Freiraum für eigene Ideen sind. Wissenschaftsfreiheit ermöglicht es Kaixuan Zhang, neue und eigene Wege an der Universität zu Lübeck zu gehen.

76 Jahre Freiheit der Wissenschaft

Kontakt für Rückfragen

Daniel Hoth
Pressesprecher Universität zu Lübeck
presse@uni-luebeck.de